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Feste und Märkte in Gau-Algesheim

Fassenacht

Veranstalter und Organisator der Gau-Algesheimer Fassenacht ist der Carnevalverein Gau-Algesheim 1912 e.V., kurz “CVGA” genannt. Er bietet eine Vielfalt von närrischen Veranstaltungen. Angefangen vom Start der Kampagne am 11.11. jeden Jahres bis hin zum Fassenacht-Dienstag mit einem Fassenachtszug, der traditionellen Straßenfassenacht.

Dazwischen hat das Fest am Hofe des Prinzen gesellschaftlichen Charakter, die Fassenachtssitzung urwüchsige Züge. Weiberball und “Erlebnis-Abend” am Fassenacht-Samstag genießen bei den Freunden der Aljesemer Fassenacht zusätzliche Anziehungskraft.

Kerb und Alagastmarkt

Am 2. / 3. Wochenende im August feiert Gau-Algesheim seine Kerb.
Fröhliches Kerbetreiben auf dem Festplatz mit dem besonderen Engagement des Jahrganges – Bauernmarkt und gemütliches Beisammensein auf dem historischen Marktplatz.

Fest des jungen Weines

Gau-Algesheim feiert seit 1952 sein Fest des jungen Weines am 2. Wochenende im Oktober. Vom Verständnis her ist es im Sinne der Gründer ein Erntedankfest des Winzer- und Bauernstandes geblieben und hat seine Volkstümlichkeit bewahrt.

Auf dem historischen Marktplatz sprudelt aus dem Weinbrunnen der neue Wein (Federweißer), und die edlen älteren Gewächse werden von den Winzern in der Weingasse und im Festzelt bereitgehalten.
Stimmungsvolle Unterhaltung und ausgelassene Fröhlichkeit prägen das Fest im Zentrum der kleinen Stadt.

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Weihnachtsmarkt

Aus einer Initiative der KJG (Kath. Junge Gemeinde) zur Unterstützung der Arbeit einer ehemaligen Kindergartenschwester des Kath. Kindergartens in einem Waisenhaus in Peru und der Schulspeisung eines Gau-Algesheimer Paters in einem südafrikanischem Township zur Zeit der Apartheid entstand 1974 zunächst in Zusammenarbeit mit dem Missionskreis der kath. Pfarrgemeinde ein Weihnachtsmarkt zur Unterstützung der beiden Projekte. Schon bald kamen weitere Hilfsprojekte dazu.

Persönliche Kontakte erweiterten die Unterstützung Notleidender in aller Welt. Seit einigen Jahren beteiligt sich auch die evang. Gustav-Adolf-Gemeinde am Weihnachtsmarkt und damit an den Hilfsprojekten, die inzwischen interkonfessionell geworden sind. Auch die freie-evangelische Christusgemeinde bringt sich mit ein. Für die Gau-Algesheimer Vereine ist es eine Ehrensache beim Weihnachtsmarkt mitzuwirken. Christian-Erbach-Chor, Kath. Kirchenmusik und die Jagdhornbläser musizieren für den guten Zweck.

Die Stadt unterstützt das Projekt. Viele freiwillige Helfer beteiligen sich mit basteln oder helfen einfach mit. Die umfangreiche Organisation liegt inzwischen in den bewährten Händen eines eigenen eigennützigen Vereins. Der „etwas andere“ Gau-Algesheimer Weihnachtsmarkt zeichnet sich dadurch aus, dass er nicht kommerziell ausgerichtet ist. Am ersten Adventswochenende herrscht auf dem Marktplatz ein reges Treiben mit vielen Aktionen für Kinder und Erwachsene in einem stimmungsvollen Ambiente. In der Bevölkerung findet der „Gau-Algesheimer Weihnachtsmarkt“ rege Unterstützung.

Inzwischen besuchen ihn auch viele Gäste von außerhalb, da gleichzeitig die Kolpingfamilie einen „Krippenweg“ mit sehenswerten Krippen in den Schaufenstern der Geschäfte in der Stadt eröffnet.

alagastesheim.de

Gau-Algesheim ist Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung. Da die Stadt im Regionalen Raumordnungsplan als Grundzentrum fest geschrieben ist, hat sie besondere Funktionen wahrzunehmen und zu erfüllen.

So gibt es neben einem erweiterten Schulangebot ein breites Spektrum an Fachärzten. Geschäfte für den täglichen oder den Freizeitbedarf sind ebenso vorhanden wie wichtige Dienstleister und eine abwechslungsreiche Gastronomie. Auch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben funktioniert gut. Als politisches Ziel der Gau-Algesheimer gilt es, die vorhandenen Arbeitsplätze in der Stadt zu halten und die Schaffung weiterer zu unterstützen. Ein wichtiger Punkt stellt auch das vielseitige Angebot an Ausbildungsplätzen dar.

Gau-Algesheim ist heute vorrangig Wohngemeinde. Das Selbstverständnis der Stadt definiert sich aus ihrer Geschichte heraus. 766 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, verlieh König Ludwig “der Bayer” Gau-Algesheim 1332 die Markt- und Stadtrechte. 1355 wurden diese von Kaiser Karl IV. erneut bestätigt.

In den ältesten Urkunden findet sich die Ortsbezeichnung “Alagastesheim“. Später sind “Alginsheim”, “Algisheim”, “Algensheim” oder “Algesheym” in Gebrauch. Seit 1560 tritt das unterscheidende “Gau-” zum Ortsnamen hinzu. Schon im Mittelalter spielte die Gemeinde auf der Verwaltungsebene eine besondere Rolle. Die Mainzer Erzbischöfe teilten im 14. Jahrhundert ihr Land in kleinere Verwaltungseinheiten ein, in die so genannten Ämter. Zum Ende dieses Jahrhunderts ist für Gau-Algesheim ein eigener Amtmann nachzuweisen, der im Auftrag des Erzbischofs von hier aus die Orte Ockenheim, Dromersheim, Gau-Bickelheim und Gau-Algesheim selbst verwalten sollte. Später kamen noch weitere Dörfer zu diesem Amt. Es gibt somit eine lange Entwicklungslinie im administrativen Bereich, die sich bis heute fortsetzt.

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