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Gau-Algesheim ist Sitz der Verbandsgemeindeverwaltung. Da die Stadt im Regionalen Raumordnungsplan als Grundzentrum fest geschrieben ist, hat sie besondere Funktionen wahrzunehmen und zu erfüllen.

So gibt es neben einem erweiterten Schulangebot ein breites Spektrum an Fachärzten. Geschäfte für den täglichen oder den Freizeitbedarf sind ebenso vorhanden wie wichtige Dienstleister und eine abwechslungsreiche Gastronomie. Auch die Ansiedlung von Gewerbebetrieben funktioniert gut. Als politisches Ziel der Gau-Algesheimer gilt es, die vorhandenen Arbeitsplätze in der Stadt zu halten und die Schaffung weiterer zu unterstützen. Ein wichtiger Punkt stellt auch das vielseitige Angebot an Ausbildungsplätzen dar.

Gau-Algesheim ist heute vorrangig Wohngemeinde. Das Selbstverständnis der Stadt definiert sich aus ihrer Geschichte heraus. 766 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, verlieh König Ludwig “der Bayer” Gau-Algesheim 1332 die Markt- und Stadtrechte. 1355 wurden diese von Kaiser Karl IV. erneut bestätigt.

In den ältesten Urkunden findet sich die Ortsbezeichnung “Alagastesheim“. Später sind “Alginsheim”, “Algisheim”, “Algensheim” oder “Algesheym” in Gebrauch. Seit 1560 tritt das unterscheidende “Gau-” zum Ortsnamen hinzu. Schon im Mittelalter spielte die Gemeinde auf der Verwaltungsebene eine besondere Rolle. Die Mainzer Erzbischöfe teilten im 14. Jahrhundert ihr Land in kleinere Verwaltungseinheiten ein, in die so genannten Ämter. Zum Ende dieses Jahrhunderts ist für Gau-Algesheim ein eigener Amtmann nachzuweisen, der im Auftrag des Erzbischofs von hier aus die Orte Ockenheim, Dromersheim, Gau-Bickelheim und Gau-Algesheim selbst verwalten sollte. Später kamen noch weitere Dörfer zu diesem Amt. Es gibt somit eine lange Entwicklungslinie im administrativen Bereich, die sich bis heute fortsetzt.

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