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Céphas Bansah

, vollständig Togbui Ngoryifia Kosi Olatidoye Céphas Bansah, (* 22. August 1948 in Hohoe/Ghana) ist König (Chief) der rund 206.000 Einwohner umfassenden Gruppe der Hohoe Gbi Traditional Ghana des Drei-Millionen Volkes der Ewe im Osten Ghanas, der seinen festen Wohnsitz in Ludwigshafen hat. Er steht somit an der Spitze von zwölf Häuptlingen der Volta-Region in Ghana.

Das Volk der Ewe

Das wirtschaftliche, religiöse und politische Leben der bäuerlichen Ewe ist geprägt von der Patrilineage. So lautet die Bezeichnung für die Sozialeinheit, deren Angehörige alle von einem gemeinsamen väterlichen Ahnen abstammen.
Das Oberhaupt verwaltet den Besitz, schlichtet Streitigkeiten und repräsentiert die Lineage in allen Angelegenheiten. Land und Wasserläufe sind gemeinsamer Besitz und werden für die Nachkommen gepflegt und erhalten. Oberstes Gebot ist gegenseitige Hilfeleistung, jeder muß seinen Beitrag für die Familie leisten. Die Ewe leben in Großfamilien zusammen. Ihre Häuser errichten sie meist aus Lehm, Holzstangen, Getreidestroh und Gräsern. Lehm ist billig und ermöglicht einen guten Temperaturausgleich: am Tag bleibt die Hitze, nachts die Kälte draußen. Neuerdings halten Wellblechdächer und das Zement des weißen Mannes Einzug. Die Temperaturverhältnisse werden dadurch nachteilig verändert.

Die Männer sind dazu verpflichtet, für den Unterhalt der Familie aufzukommen. Dennoch versorgen die Frauen die Märkte mit Stoffen, Töpferwaren und frischen Produkten, um finanziell zum Unterhalt der Familie beizutragen und um sich etwas Unabhängigkeit zu schaffen, da sie aufgrund der weitverbreiteten Vielweiberei oftmals sich selbst überlassen sind. Die Sicherstellung der Grundnahrung und Handwerk wie Spinnerei und Weberei gehören ebenfalls zu ihren Aufgaben.

Kultur und Tradition

Musik und Tanz sind eng mit dem Leben, auch mit dem religiösen Leben, verbunden. Afrikanische Musik ist Volksmusik. Die größte Bedeutung bei der Instrumentierung kommt der Trommel zu: Sie gilt als das Instrument des Lebens. Trommeln begleiten jedes Fest, sie sprechen, verkünden, drücken Gefühle wie Freude und Angst, Furcht und Hoffnung aus.
Jeder junge Afrikaner baut seine eigene Trommel, jedes afrikanische Mädchen übt sich im Tanz. Musik bestimmt auch den Gottesdienst. Die Lieder werden mündlich überliefert. Oftmals werden sie im Wechsel zwischen Vorsänger und Chor oder Gemeinde und Vorsängerin gesungen.

Die starke und einigende Kraft religiöser Bräuche wird als Damm gegen die Mobilität der modernen Arbeitswelt errichtet. Es ist nicht ungewöhnlich, daß bei den Höhepunkten des Lebens die christliche und die Vodoo-Kirche nebeneinander auftreten und den Segen erteilen. Die Afrikaner wollen sich nach allen Seiten absichern. Vodoo läßt sich vereinfacht als Geisterglaube erklären bei dem die Trance eine wichtige Rolle spielt. Sie gilt als wünschenswerter, freiwilliger Akt der Kommunikation mit den Geistern. Eine dauerhafte Beziehung wird angestrebt. Wer die Vodoo-Götter beherrscht ist selbst ein Gott. Wer sie nicht beherrscht, bleibt deren Werkzeug und Spielball. Vodoo entstand in der Neuen Welt, als sich die westafrikanischen Stammesreligionen der Sklaven mit anderen Religionen und Elementen indianischer Kulte vermischten.

Die Ewer glauben an den Gott Mawu. Er hat sich nach dem Schöpfungsakt aus der Welt der Menschen zurückgezogen und ist jetzt überall, wo der Himmel ist. Die Wolken sind sein Kleid und sein Schmuck, sein Schleier mit dem er sein Antlitz bedeckt ist das Blau des Himmels. Neben ihm gibt es noch zahlreiche Ahnen und Geister. Die Ahnen, die als moralische Vorbilder gelten, wachen über dem Clan, aus dem sie als gute Tote hervorgegangen sind. Die Geister sind dagegen unberechenbar. Sie stehen für die Gefahren des Lebens, wie Krankheiten, wilde Tiere, fremde Völker, aber auch Blitz und Donner. Alle Geister haben mehr Macht als die Menschen und ihre Herrschaft umfaßt alle Lebenssituationen. Da jeder Ewer mit einer bestimmten Anzahl dieser Geister verbunden ist, bedarf es lebenslanger Anstrengungen, diesen Geistern zu dienen. Durch die Vermittlung erfahrener Priestern spricht man mit den Geistern und opfert ihnen.

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